Präventionsprojekt: „Mein Körper gehört mir!“

Seit dem Schuljahr 2019/2020,

holen wir für unsere dritten und vierten Klassen die „theaterpädagogische werkstatt gGmbH „ mit dem Projekt „Mein Körper gehört mir!“ an unsere Schule.

Diese Präventionsmaßnahme gegen sexuellen Missbrauch findet alle zwei Jahre an unsere Schule statt und ist ein weiterer Baustein unseres Gewaltpräventionskonzepts und fügt sich nahtlos in unser Kinderschutzkonzept ein.

Gemeinsam stehen wir mit unseren schulischen Gremien,  der Lehrerkonferenz, dem Elternrat und der Schulkonferenz hinter dieser Präventionsmaßnahme gegen sexuelle Übergrifflichkeiten.

„Übergeordnetes Ziel

Mit den Mitteln des Theaters, mit Geschichten und Identifikationsfiguren unterstützen wir spielerisch die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. Kinder, die ihre Gefühle ernst nehmen und selbstbestimmte Entscheidungen treffen sind besser geschützt vor sexueller Gewalt. LehrerInnen erhalten durch die gezeigten Szenen Anregungen das Thema Nein Gefühle – sexueller Missbrauch mit den Schülern zu behandeln. Das umfangreiche pädagogische Begleitmaterial unterstützt die didaktische Vor- und Nachbereitung des Programms. Zur Vorabinfo von Eltern und Lehrern kann eine Präsentationsveranstaltung des Programms gebucht werden.

„Inhalt / Präventionsschwerpunkte

Unser Präventionsprogramm gegen sexuelle Gewalt ermutigt Grundschulkinder, ihre Gefühle wahrzunehmen, zu äußern und ihnen zu folgen. Ob es um ziependes Haarekämmen geht oder um den Nachbarn, der einen an den Po fasst – in Spielszenen zeigen wir Situationen, in denen die körperlichen Grenzen von Kindern verletzt werden und thematisieren Facetten sexueller Gewalt. Die Geschichten sind nah am Alltag erzählt, sodass die Kinder leicht nachvollziehen können, wie andere Mädchen und Jungen ihre Nein-Gefühle erkennen. So sensibilisieren wir die Wahrnehmung der Kinder und stärken ihr Vertrauen in die eigenen Gefühle.

Methoden/Didaktische Schwerpunkte

Unsere Spielszenen verdeutlichen, wie wichtig es ist, mit anderen über Nein-Gefühle zu sprechen und sich helfen zu lassen. Vor allem, wenn Kinder aufgefordert werden, das Erlebte und Erlittene als Geheimnis zu hüten. Um den Kindern ihren Handlungsspielraum ganz deutlich zu machen, haben einige Geschichten von „Mein Körper gehört mir!“ einen offenen Ausgang, der Gefahr ahnen lässt. Erst im anschließenden Gespräch entwickeln wir gemeinsam Ideen, wie Kinder reagieren können, um den dargestellten Konflikt zu lösen. Durch diese interaktive Spielweise ermutigen wir die Kinder eigene Strategien zu entwickeln um Herausforderungen zu begegnen.“

http://www.schulische-praevention.de/hilfe-fuer-paedagogische-fachkraefte/projekte/primarstufe/mein-koerper-gehoert-mir/

 

Christoph Serrer

Schulleiter