Baumpflanzung

Auf dem Weg zur Umweltschule fand am 14.02.2019 die feierliche Baumpflanzung statt.

Was im Vorfeld derselben  nötig waren erfahren Sie hier, wie Frau Pruchner, unsere Fachleiterin Sachkunde und federführend beim Projekt Schulgarten, ausführlich berichtet:

„Für die Vorbereitungen der Beetgestaltung im Schulgarten wurden im Frühjahr 2018 Kompostbehältnisse aufgestellt, eine Kompostbox beschafft und installiert und Komposterde für das Aufbringen auf die Beete bestellt und geliefert.

Im Rahmen des Sachkundeunterrichts nahmen die Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen ihre Arbeit im Schulgarten auf. In Partner- und Gruppenarbeit entkrauteten sie die Beete, füllten sie mit Erde auf und brachten sowohl die Samen für Gemüsepflanzen als auch vorgezogene Gemüsepflanzen, Blumen und die Saatkartoffeln in die Erde.

Sie lernten, was gute Nachbarpflanzen sind und wie das Vorziehen von Salat- und Gurkenpflanzen geschieht.

Aufgrund des warmen Sommers installierte der Hausmeister zusätzlich ein Bewässerungssystem, durch das das Bewässern der Beete erleichtert wurde.

Die Kinder verfolgten im laufenden Schuljahr bis zu den Sommerferien regelmäßig mit großem und gleichbleibendem Interesse das Wachstum der Pflanzen (Ringelblumen, Sonnenblumen und Wildblumen, Himbeere, Gurken, Bohnen, Kartoffeln, Salat, Schnittlauch, Petersilie) und befreiten sie von Unkraut und Gräsern. Hierbei lernten sie, diese voneinander zu unterscheiden und wässerten die Pflanzen nach einem Gießplan.

Die Natur konnten die Schülerinnen und Schüler mit allen Sinnen erfahren:

Der Duft von Zitronenmelisse, der Geschmack von Himbeeren, das

Gesumme der Bienen, die Farben der Blumen, die Wärme von frischem Kompost.

Bei der Auswahl der Blumen wurde darauf geachtet, dass sie nicht nur schön aussehen, sondern dass ihre Blüten auch reichlich Nahrung für Insekten bieten. Die Wildblumen lockten Schmetterlinge und andere nützliche Insekten an. Brennnesseln durften wachsen, da sie einigen Schmetterlingsarten Nahrung bieten und sich zudem für die Herstellung eines natürlichen Pflanzendüngers eignen.

Indem die Schüler solche Ansiedlungsmöglichkeiten für Tiere schafften, leisteten sie einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt und damit zum Umweltschutz.

Mit etwas Glück hatten sie auch die Möglichkeit, diese Tiere zu beobachten.

Das Anlegen der Biotope lockte zudem Tiere an, die bei der biologischen Schädlingsbekämpfung im Gemüsegarten helfen.

Im Kunstunterricht erstellten die Klassen farbige Zeichnungen der Pflanzen und Blumen, beschrifteten sie und fertigten u.a. daraus laminierte Wimpel, die an einem Schaschlikspieß befestigt an die jeweilige Pflanzen-, Blumen-Stelle in den Boden gesteckt wurden.

So fanden die Kinder Wege, die Pflanzen zu bestimmen, ihre Namen zu lernen und sich auf den Nachbarbeeten zu orientieren.

Währen der Sommermonate ernteten die Schülerinnen und Schüler das Gemüse, das Obst und die Kräuter und bereiteten in der Schulküche schmackhafte Gerichte zu, z.B. für das gemeinsame Klassenfrühstück.

Nach den Sommerferien gab es dann noch eine reiche Kartoffelernte. Es wurden Pommes frites zubereitet, gemeinsam verzehrt und die Kinder durften einen Teil ihrer Ernte stolz mit nach Hause tragen.

Anhand einer „Kartoffel-Mappe“ erwarben sie im Sachunterricht theoretische Kenntnisse über die Herkunft der Kartoffel, ihre Verbreitung nach Europa, reflektierten die einzelnen Wachstumsstadien mit ihren in der Praxis gemachten Erfahrungen und recherchierten im Rahmen des Internet-ABC-Unterrichts Verarbeitungsmöglichkeiten der Kartoffel und sammelten Kartoffel – Rezepte.

Im Rahmen des Religionsunterrichtes wurde das Thema Erntezeit in Theorie und Praxis mit dem Ritual „Erntedank“ verknüpft.

Alle Produkte aus der Praxis des Schulgartens waren regional, biologisch und saisonal.

Die Theorie behandelten, erkannten und festigten die Schülerinnen und Schüler dann beim Projekttag: „Klimafrühstück“ im neuen Schuljahr 2018/2029, wo sie Butter, Haferflocken, Apfelmus selbst herstellten, mit konventioneller Handelsware verglichen und weitere Produkte des Frühstückstisches auf Regionalität, Saisonalität, Bio, Nicht-Bio, Nachhaltigkeit, Co2-Verbrauch und Klimaschutz untersuchten.

Kurz vor den Weihnachtsferien 2018 trafen dann die ausgewählten sechs Obstbäume (Apfel, Birne, Pflaume) in der Schule ein, die die Weihnachtsferien über frostfrei im Hof des Hausmeistergeländes gelagert wurden.“

Heute wurden nun die Baumpatenschaften bestimmt und wir feierten die Pflanzaktion im Rahmen eines kleinen Baumfestes mit Eltern, Kindern und Pädagogen.

Ein ganz herzliches Danke gilt Herrn Rehder und Herrn Neumann, die mit fachlicher Expertise und mit tatkräftiger Unterstützung die Auswahl der Bäume abstimmten und die Bäume fachgerecht einpflanzten!

Ebenfalls gilt ein Dank unserem Elternrat, der diese Aktion unterstützt hat.

Die wertvollen Tipps Herrn Rehders zur Hege und Pflege der Bäume wurden von unseren Schülerinnen und Schülern dankend entgegengenommen.

 

Christoph Serrer

Schulleiter